Verabschiedung von Pastor Götz Weber

Nachricht Bremerhaven, 13. August 2026

Gottesdienst am 30. August in der Bremerhavener Kreuzkirche

Nach mehr als 16 Jahren in Bremerhaven und insgesamt 32 Jahren Tätigkeit als Pastor wird Götz Weber im Gottesdienst am Sonntag, 30. August, um 11.30 Uhr in der Kreuzkirche in Bremerhaven in den Ruhestand verabschiedet. Der stellvertretende Superintendent Sebastian Ritter wird Götz Weber aus seinem Dienst entpflichten.

Der gebürtige Bremerhavener Weber kam 2010 mit seiner Ehefrau Anette nach Bremerhaven. Mit seiner Begeisterung für den christlichen Glauben und die kirchliche Bildungsarbeit hat er die Kreuzkirchengemeinde auf ihren Weg zu einer internationalen Gemeinde geführt, einen Weg, der für ihn immer eine Herzensangelegenheit war. „Die Leidenschaft für die Bildung im christlichen Glauben, die Predigt und den Gottesdienst zieht sich durch mein ganzes Berufsleben“, sagt er. Er freut sich darauf, im Ruhestand mehr Zeit für seine Familie zu haben, möchte sich aber gerne auch weiterhin für seinen Glauben und die Arbeit mit Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund engagieren.

Nach dem Theologiestudium war Weber zunächst Repetent an der Universität in Göttingen, d.h. er hat Kurse für die Vorbereitung aufs Examen geleitet. Sein Vikariat absolvierte er von 1990 bis 1992, ebenfalls in Göttingen. Nach einer Zeit als Hausmann – Weber ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern – war er von 1994 bis 1996 Kandidat des Predigtamtes in Osterode. Von 1996 bis 2010 war er Pastor in Rodewald, wo er eine Kirchengemeinde auf dem Land leitete und die Volkskirche in ihrer ganzen Lebendigkeit kennengelernt und mitgestaltet hat. In dieser Zeit war er auch Lektorenbeauftragter im Sprengel Hannover: So hat er viele Seminare und Fortbildungen für Lektoren und Prädikanten gehalten.

Weber ist dankbar für die Erfahrungen, die er als Pastor auf dem Land gesammelt hat. „Hier habe ich ein Gespür dafür bekommen, wie die Kirche in der Gesellschaft verankert ist“, sagt er. Und dankbar ist er auch dafür, dass sein Weg ihn dann in die Stadt, also zurück nach Bremerhaven, geführt hat, wo er neue Schwerpunkte finden konnte. Bei seiner Arbeit in Bremerhaven sieht Weber im Rückblick vier Phasen: Auf die erste Phase, in der es ihm v.a. darum ging, Kirche als Forum für den Dialog zu stärken, folgte die zweite Phase, der Aufbau des Netzwerks für Flüchtlinge: Klassische Gemeindearbeit fand weiterhin statt, die Organisation von Flüchtlingshilfe kam als neuer Schwerpunkt hinzu. Die dritte Phase war geprägt vom Aufbau des internationalen Begegnungscafés, das als Ort zum Deutschlernen begann und immer mehr zum Treffpunkt für die ganze Gemeinde wurde. In der vierten Phase wurde die Kreuzkirchengemeinde Teil der „Lerngemeinschaft interkulturelle Gemeindeentwicklung“, eines Projekts der hannoverschen Landeskirche, bei dem drei Gemeinden zusammenarbeiten, um neue Wege für ein interkulturelles Miteinander in der Kirche zu finden.

Webers Pfarrstelle wird nicht wieder besetzt, die Arbeit wird ab September 2026 unter vier Kolleginnen und Kollegen aufgeteilt. Zur Unterstützung ist die halbe Stelle eines interkulturellen theologischen Mitarbeitenden aktuell ausgeschrieben.

 

Malte Plath, Öffentlichkeitsarbeit Kirchenkreis Bremerhaven