„So einen Verlauf hatten wir 2015 beinahe genauso“, sagt Hinrichs, der bislang an allen „Flotten“ teilgenommen hat. Planbar sei eben nichts so richtig, wenn man vom Wetter abhängig sei. Aber aus den Gegebenheiten das Bestmögliche zu machen, sei das, was zähle. „Unsere gute und vertrauensvolle Beziehung zu den Skippern hilft uns da.“ So haben sich diese auch kreativ und tatkräftig bei der Ausrichtung der Olympiade am vorletzten Tag eingebracht.
Glücklicherweise musste das bewährte vierköpfige medizinische Team vom DRK Wesermünde keine allzu großen Probleme lösen. Beulen, Übelkeit und Heimweh konnten mit Medikamenten und Mitgefühl meistens schnell geheilt werden. Dass alle immer ausreichend und lecker zu essen hatten, war die Aufgabe des Einkaufsteams: Jeden Tag waren drei Ehrenamtliche damit beschäftigt, die Wünsche der Schiffsteams zu erfüllen. Mit Klappkisten, Kühltaschen und vielen Einkaufswagen ausgestattet, sorgten sie für Aufsehen in den Supermärkten – und für lange, lange Kassenzettel. Was wurde am meisten bestellt? Salatgurken, Brot, Vla, Milch und Spekulatiuscreme, aber auch Zahnstocher, Udon-Nudeln und Kontaktlinsen.
Wenn die letzten Materialkisten ausgeräumt und verstaut sind, beginnen fast schon wieder die Planungen für die „Flotte 2027“. Mit anderen Konfis, weiteren Wetterkapriolen, viel Spaß, Stress, neuen Herausforderungen und Freundschaften. „Die Flotte ist eine Mammutaufgabe für die Evangelische Jugend Wesermünde, aber eine, die sich jedes Jahr wieder lohnt“, so Hinrichs.
Ute Schröder, Öffentlichkeitsarbeit Kirchenkreis Wesermünde