Unter großem Applaus wurde Hartmut Ladwig während der jüngsten Kirchenkreissynode das Silberne Facettenkreuz der Landeskirche Hannovers verliehen. Regionalbischof Hans Christian Brandy ließ es sich nicht nehmen, während seines Abschiedsbesuchs in Rotenburg die Auszeichnung persönlich zu übergeben und das rund 40-jährige ehrenamtliche Engagement des Rotenburgers zu würdigen.
Ladwig war seit der Gründung der Auferstehungsgemeinde 1987 im dortigen Kirchenvorstand tätig, über viele Jahre hinweg in leitender Verantwortung. Früh setzte er sich in diesem Amt für die regionale Zusammenarbeit der Rotenburger Gemeinden ein und übernahm Verantwortung auf Verbandsebene – etwa als langjähriger Vorsitzender des Kirchengemeindeverbandes Rotenburg. Besonders hervorzuheben war für Brandy ebenfalls das kontinuierliche Wirken von Ladwig im Kirchenkreistag, dem Ladwig seit 1989 angehört – seit dreißig Jahren als dessen Vorsitzender. Auch auf landeskirchlicher Ebene hat sich der Rotenburger engagiert: als Mitglied der Landessynode, als engagierter Mitstreiter in diakonischen und weiteren kirchlichen Gremien sowie in der Anerkennungskommission für Betroffene sexualisierter Gewalt.
„Ich habe Ihre ruhige, besonnene, verlässliche, kluge und menschlich zugewandte Art sehr schätzen gelernt“, sagte Brandy während der Verleihung. Sie kam für Ladwig komplett überraschend. Er dankte herzlich für die Anerkennung und betonte, dass ihm die Arbeit immer noch viel Freude bereite. „Ich finde es besonders faszinierend, dass wir im Ehrenamt mit Menschen zusammenarbeiten, die mit einem gemeinsamen Ziel antreten, aber nicht unbedingt immer einer Meinung sind. Und trotzdem schaffen wir es am Ende, gute Lösungen zu finden“, sagte Ladwig.
Dass in heißen Debatten auch verhärtete Fronten wieder aufgelöst wurden, war häufig das Verdienst von Hartmut Ladwig. Das betont Superintendent Michael Blömer: „Ich schätze seine ausgleichende Art sehr.“ Auch Blömer dankt Ladwig am Rande der Kirchenkreissynode für all seinen Einsatz auf so vielen Ebenen der Kirche. „Das ist wirklich etwas Besonderes. Wenn einer die Auszeichnung verdient hat, dann Hartmut Ladwig.“