Ordinationsgottesdienst:

Nachricht Burweg/Großenwörden, 06. Oktober 2026

Susanne von Issendorff ist neue Pastorin von Burweg und Großenwörden

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Horst in Burweg und Großenwörden hat eine neue Pastorin – und das im doppelten Sinne: Regionalbischöfin Sabine Preuschoff hat Susanne von Issendorff am vergangenen Sonntag (4. Oktober) in einem Festgottesdienst in der St.-Petri-Kirche auf der Horst in Burweg ordiniert.

Ihre erste Pfarrstelle hat Susanne von Issendorff bereits vor wenigen Wochen angetreten. Nun wurde sie auch offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Ein Festtag nicht nur für die neue Pastorin: Zahlreiche Weggefährten und Kirchenmitglieder waren gekommen. Einige fanden in der herbstlich geschmückten St.-Petri-Kirche nur noch einen Stehplatz.

Als Ordinationsspruch wählte Susanne von Issendorff einen Vers aus dem Johannesevangelium: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Diese Freiheit habe sie auf besondere Weise erfahren, sagte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff in ihrer Predigt: „Vielleicht ist es genau das, was Freiheit manchmal bedeutet: Sich nicht für immer auf das festlegen zu müssen, was man einmal begonnen hat. Sondern offen zu bleiben für die Frage: Was könnte Gott noch mit mir vorhaben?“

Der Weg von Susanne von Issendorff ins Pfarramt war alles andere als geradlinig. 24 Jahre arbeitete sie als Erzieherin in Kindertagesstätten in Hamburg und im Landkreis Stade. Später absolvierte sie die Ausbildung zur sogenannten Pfarrverwalterin. Damit schlug sie einen eher ungewöhnlichen Weg in den Pfarrberuf ein – es ist ein Quereinstieg.

Reichlich Erfahrung im kirchlichen Leben bringt die 45-Jährige dennoch mit. Susanne von Issendorff wuchs in einer Pastorenfamilie in Oerel bei Bremervörde auf. Zwei Schwestern sind ebenfalls Pastorinnen, die dritte Schwester arbeitet in einem Kirchenamt. Viele Jahre engagierte sie sich in der Stader St.-Wilhadi-Gemeinde und im Kirchenkreis Stade, unter anderem als Lektoren- und Prädikantensprecherin. Außerdem singt sie mit Leidenschaft in der Stadtkantorei.

Sowohl die damalige Pastorin von St. Wilhadi, Claudia Brandy, als auch Dr. Marc Wischnowsky, Superintendent des Kirchenkreises Stade, ermutigten Susanne von Issendorff, mehr aus ihrer Leidenschaft für den christlichen Glauben und die Gemeindearbeit zu machen. Schließlich wurde ihr die Ausbildung zur Pfarrverwalterin angeboten. Beide Weggefährten waren daher auch beim Ordinationsgottesdienst dabei. Claudia Brandy wirkte als sogenannte Assistierende mit, ebenso wie die jüngere Schwester Monika Raum, Kirchenvorstand Ingo Breuer und Pastor Andreas Hellmich aus Bargstedt, der Susanne von Issendorff als Mentor vor Ort begleitet hat.

„Ich danke Andreas Hellmich sehr für diese lehreiche und intensive Zeit“, so die 45-Jährige, die nun voller Vorfreude auf ihre Pfarrstelle auf dem Dorf blickt – Landkirche kann sie. Und sie kann Menschen für den Glauben und das Gemeindeleben begeistern. Dabei liegt Susanne von Issendorff die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen am Herzen.

Die Kirchengemeinde Horst in Burweg und Großenwörden darf sich also auf manches Neue freuen: auf neue Ideen und neue Akzente – und auf eine neue Pastorin, die einen ungewöhnlichen Weg gegangen ist und eben deswegen besondere und wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen mitbringt.

Nina Dede, Pressesprecherin Sprengel Stade