Unterwegs auf dem Mönchsweg

Nachricht Stade/Altes Land, 14. September 2026

Radtour führte durch das Alte Land nach Stade

Rund 30 Teilnehmende begrüßten Regionalbischöfin Sabine Preuschoff und Landrat Kai Seefried bei einer Fahrradtour am Wochenende. Unter dem Motto „Op’n Mönchsweg radeln“ hatten der Sprengel Stade, der Landkreis Stade sowie der Tourismusverband Stade Interessierte eingeladen, eine Etappe des insgesamt 530 km Weges zu erkunden. Der Radfernweg „Mönchsweg“ folgt den Spuren der Christianisierung des Nordens und führt von Bremen über Wischhafen und Glückstadt bis nach Puttgarden auf Fehmarn.

Mit einer Führung in der Bliedersdorfer St. Katharinenkirche startete die Tour. Kirchenführerin Ingrid Jochim nahm ihre Gäste mit auf eine Reise durch die wechselvolle Geschichte des Gotteshauses aus dem 13. Jahrhundert. „Wir haben hier eine der ältesten Kirchen aus Feldstein zwischen Elbe und Weser. Farbenprächtig hat ein früherer Dorfschullehrer das Kirchenschiff in den Sommermonaten ausgemalt“, erläuterte sie.  

In Steinkirchen erwartete die Reisegruppe ein kleines Konzert an der Arp-Schnitger-Orgel. Pastor Olaf Prigge stellte die St. Martini-et-Nicolai-Kirche vor und erzählte mit einem Schmunzeln: „Schon in früheren Jahrhunderten sind hier Menschen als Pilger und Touristen vorbeigekommen. Und das ist bis heute so.“ Die reich ausgeschmückte Barock-Kirche sei zudem ein beredtes Zeugnis der Altländer Kultur.

Als dritte Station lag das Haus der „Maritimen Landschaft Unterelbe“ in Grünendeich auf dem Weg. Landrat Kai Seefried führte in die Geschichte des Hauses ein, das viele Jahrzehnte als Seefahrtsschule genutzt wurde und heute u.a. Sitz des Tourismusverbandes Landkreis Stade/Elbe e.V.  ist. Geschäftsstellenleiter Dr. Sebastian Ipach stieg mit allen Interessierten auf die Kapitänsbrücke der Alten Seefahrtschule. „Sie haben von dort einen spektakulären Blick auf die Elbe und die ein- und auslaufenden Schiffe“, versprach er.

Die rund fünfstündige Tour endete in der Stader St.-Wilhadi-Kirche. Dort erläuterte Ulrich Schmidt, Vorsitzender des Mönchswegs e.V., das zunehmende Interesse am Radtourismus. „Die am meisten befahrenen Routen liegen hier im Norden. Ich freue mich, dass seit 2014 der Mönchsweg auch zwischen Bremen und Wischhafen und damit zwischen Weser und Elbe erschlossen ist.“ Für den ADFC, der die gesamte Tour begleitet hatte, stellte Jürgen Möller als ausgebildeter Führer fürs Radpilgern gerade diese Art des Reisens vor. „Beim Radpilgern kommt es nicht darauf an, schnell von A nach B zu kommen, sondern bewusst mit allen Sinnen die Schönheit der Landschaft zu genießen.“ Mit einem Reisesegen hatte Regionalbischöfin Sabine Preuschoff das Radeln auf dem Mönchsweg eröffnet, mit einem Segen für die Heimreise schloss sie die erlebnisreiche Tour.
Weitere Informationen unter:
www.moenchsweg.de

Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade