Der Sprengel Stade ist einer von sechs Bezirken der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Kirchenregion zwischen Elbe und Weser erstreckt sich von Cuxhaven und Otterndorf im Norden bis Verden im Süden und von Bremerhaven im Westen bis Buxtehude im Osten.
Der Sprengel Stade hat 182 Kirchengemeinden mit rund 400.000 Mitgliedern und besteht aus den neun Kirchenkreisen Bremerhaven, Bremervörde-Zeven, Buxtehude, Cuxhaven-Hadeln, Osterholz-Scharmbeck, Rotenburg, Stade, Verden und Wesermünde.
Die geistliche Leitung und den bischöflichen Dienst im Sprengel nahm seit April 2010 Regionalbischof Dr. Hans Christian Brandy wahr. Seit seiner Verabschiedung in den Ruhestand sind ab 1. September 2025 während der Vakanzzeit Superintendentin Susanne Wendorf-von Blumröder (Bremerhaven) und Regionalbischöfin Marianne Gorka (Lüneburg) für die Leitung des Sprengels verantwortlich.
Am 1. November 2025 tritt Sabine Preuschoff, bislang Superintendentin im Kirchenkreis Burgdorf, als Regionalbischöfin für den Sprengel Stade ihr Amt an. Die Regionalbischöfin vertritt den Sprengel in der Öffentlichkeit und ist über den Bischofsrat beteiligt an der gesamtkirchlichen Leitung der Landeskirche Hannovers. Regelmäßige Predigtstätte der Regionalbischöfin ist die St.-Wilhadi-Kirche in Stade.
Christvesper, St. Wilhadi-Kirche, Stade, Predigt: Regionalbischöfin Sabine Preuschoff
Teilnahme am Epiphanias-Empfang der hannoverschen Landeskirche in Loccum
Die Landeskirche Hannovers hat ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt, das verschiedene Aspekte berücksichtigt. Dazu gehören ein grundlegendes Verständnis von Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, die Beteiligung aller relevanten Akteure, eine Risiko- und Ressourcenanalyse, die Betonung der Personalverantwortung, die Festlegung von klaren Verhaltensregeln und Selbstverpflichtungen, ein effektives Beschwerdemanagement, die Entwicklung eines Krisen- und Interventionsplans, Präventionsangebote, regelmäßige Fortbildungen, die Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen, die Aufarbeitung von Fällen sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas.
In der Arbeit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt sind die leitenden Prinzipien der Landeskirche Hannovers Null Toleranz gegenüber den Taten und Transparenz bei der Aufarbeitung. Die Fachstelle Sexualisierte Gewalt der Landeskirche Hannovers unterstützt bei der Umsetzung dieser Grundsätze. Sie ist eine Anlaufstelle für betroffene Personen, deren Angehörige und Zeugen sexualisierter Gewalt. Die Fachstelle bietet Beratung, Begleitung und Unterstützung an. Die Landeskirche hat ein System zur Prävention, Intervention und Hilfe in Fällen sexualisierter Gewalt aufgebaut und die Grundsätze für die Prävention, Intervention, Hilfe und Aufarbeitung in Fällen sexualisierter Gewalt entwickelt, die als verbindliche Grundlage für die Arbeit in allen kirchlichen Einrichtungen gelten.