Bis in die Parkstraße zieht der köstliche Duft: Gleich hinter dem evangelisch-lutherischen Kindergarten in einer lauschigen Ecke des Gertrudenparks werden Waffeln gebacken – im August an jedem Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. „Waffeln im Park“ heißt die Aktion der Kirchengemeinde St. Marien, zu der alle Loxstedter*innen herzlich eingeladen sind.
In einem Kreis aus Rollatoren und Rollstühlen sitzen Senior*innen der benachbarten Tagespflege, Kinder laufen durch die Büsche, Mütter und Väter sind ins Gespräch vertieft, und die Schlange am Waffelstand unter dem weißen Pavillon ist ganz schön lang. Nur Golden Retriever Zuma ärgert sich ein bisschen, dass er leer ausgeht. Kindergarten-Leiterin Kristina Schwarzkopf und Pastorin Arnhild Bösemann, die Initiatorinnen der gesellig-leckeren Veranstaltung, sind sichtlich erfreut, wie viele Menschen ihre Einladung angenommen haben. „Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Leute Lust haben zu verweilen und ins Gespräch zu kommen“, sagt Arnhild Bösemann – und zwar am besten mitten im Ort. „Der Gertrudenpark bot sich da an“, ergänzt Kristina Schwarzkopf, die ihr Team dafür gewinnen konnte, das Waffelbacken zu übernehmen. „Wenn die Eltern ihre Kinder aus dem Kindergarten abholen, ist hier die Gelegenheit, noch einmal kurz Pause zu machen und mit anderen zu klönen.“
Dass die Tagespflege das Angebot auch nutzt, freut beide sehr – und eine Jubilarin an diesem Tag besonders, denn die Kinder aus dem Schülerhort St. Marien haben ihr mal so eben zwischen Herzwaffel und Blaubeerkuchen ein Geburtstagsständchen gesungen.
Ein Teller voller Waffeln, dick mit Puderzucker bestäubt – den serviert Dreikäsehoch Anton formvollendet Pastorin und KiTa-Leitung, um am Ende noch den letzten Rest Zucker vom Teller zu lecken. „Eine Herzwaffel mit Stiel muss man extra bestellen“, weiß er. Die ist der Renner vor allem bei den Mädchen. Die Teenies, die eben noch auf einer Bank nebenan am Handy gechillt haben, geben sich mit einer einfachen Waffel zufrieden.
Die Senior*innen verabschieden sich, Hund Zuma muss hungrig weiterziehen, Kinder winken, Mütter bedanken sich, während Großeltern mit Enkeln eintrudeln und Fahrradfahrer neugierig absteigen und Pause machen – auf eine Waffel im Park. Bestimmt wurden auch sie vom Duft magisch angestoßen.
Ute Schröder, Öffentlichkeitsarbeit Kirchenkreis Wesermünde