Verden/Elbe-Weser-Raum. Auf Einladung des Landvolks trafen sich mehr als 50 Interessierte aus Landwirtschaft und Kirche Anfang September zum Austausch. Zu Gast waren sie bei Masterrind in Verden, einer genossenschaftlich organisierten GmbH mit mehreren tausend Mitgliedern. Masterrind ist mit über 400 Mitarbeitenden in der Zucht von Rindern und ihrer Vermarktung in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen tätig.
Moderiert wurde der alljährliche Austausch von in der Landwirtschaft und in der Kirche Tätigen von Jörn Ehlers, Kreisvorsitzendem des Landkreisverbandes Rotenburg-Verden. Er schätze diese Form des Gesprächs in der Region sehr, zumal es oft Polarisierungen gebe und diese nur durch gegenseitiges Verstehen und Zuhören gelöst werden könnten. Zur Stimmung bei Landwirtinnen und Landwirten sagte er: „Die Politik ist uns in vielen Punkten entgegengekommen. Die Preise für Milch und Rindfleisch sind gut, auch wenn für das Getreide momentan weniger gezahlt wird.“ Nicht ganz so positiv schätzte Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolks im Kreisverband Bremervörde-Zeven, die Lage ein. „In der Landwirtschaft ist Planungssicherheit wichtig, weil es oft um Investitionen in Millionenhöhe geht. Da fehlt es uns an Sicherheit.“