Andacht in Stade nach Gewalttat

Nachricht Stade, 29. Juni 2026

Dienstag, 30. Juni, 18.00 Uhr, St. Wilhadi-Kirche

Als Reaktion auf die schreckliche Gewalttat in einer Jugendeinrichtung lädt die evangelische Kirche in Stade zu einer Andacht am Dienstag, 30. Juni um 18.00 Uhr in die Stader St.-Wilhadi-Kirche ein. Eingeladen sind alle, die ihrer Erschütterung, ihrer Trauer und ihrer Anteilnahme Ausdruck geben möchten.

„Ich bin tief erschüttert über die Gewalttat in unserer Stadt“, so Regionalbischöfin Sabine Preuschoff. „Menschen wurden getötet, so viel Leid ist über Familien gekommen. Mit der Andacht morgen in St. Wilhadi möchten wir Raum geben, um mit unserem Erschrecken, unseren Fragen und unseren Erlebnissen nicht allein zu sein.“

Landesbischof Ralf Meister wie auch Landrat Kai Seefried werden vor Ort sein. Notfallseelsorgende und weitere Pastorinnen und Pastoren werden die Andacht begleiten

Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade

Nach Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung: Regionalbischöfin dankt Seelsorgenden

Bei einer Gewalttat in Stade sind mehrere Menschen gestorben. Die evangelische Theologin Sabine Preuschoff zeigte sich betroffen, zugleich dankte sie den Seelsorgenden für ihren schwierigen Einsatz.

Stade. Nach einem Tötungsdelikt in Stade mit sechs Opfern hat die evangelische Regionalbischöfin Sabine Preuschoff ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl ausgedrückt. „So viel Leid, das über Menschen gebracht wurde. Mit meinen Gebeten und Gedanken bin ich bei den Opfern dieser Gewalttat und bei den Menschen, denen dadurch ein lieber Mensch entrissen wurde, die einen Kollegen verloren haben“, sagte Preuschoff am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ihr Dank gehe besonders an die Notfall-Seelsorgerinnen und Seelsorger, die bei den Menschen in Not seien „und an alle, die jetzt vor Ort zusammenstehen und unterstützen und ihren Dienst tun.“

Am Montag war es nach Polizeiangaben in einer Stader Jugendhilfeeinrichtung zu Schüssen gekommen. Dabei wurden fünf Menschen tödlich und weitere schwer verletzt. Ein sechstes Todesopfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei den Getöteten handelte es sich der Polizei zufolge ausschließlich um Erwachsene.

Die Polizei hatte zunächst drei Personen festgenommen. Darunter befand sich den Angaben zufolge der mutmaßliche Haupttäter. Die zwei anderen Personen befanden sich am späten Nachmittag noch in polizeilichen Maßnahmen, wobei eine Tatbeteiligung Gegenstand der Ermittlungen war. Der Bereich rund um den Tatort war zunächst weiträumig abgesperrt worden. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

epd