Am Sonntag, den 18. Mai, findet um 19.00 Uhr in der Christuskirche Bremerhaven, Schillerstraße 1 ein außergewöhnliches Chorkonzert statt. Unter der Leitung von Kreiskantorin Eva Schad wird die Evangelische Stadtkantorei ein selten aufgeführtes Werk zu Gehör bringen:
Hermann Suters Oratorium „Le Laudi di San Francesco d’Assisi“ nach Worten des „Sonnengesanges“ von Franz von Assisi. Unterstützt wird die 100-köpfige Kantorei durch die Kinder- und Jugendchöre der Christuskirche, das Philharmonisches Orchester Bremerhaven und die Solisten Sopran: Sibylle Fischer - Alt: Marlene Lichtenberg, Tenor: Ulrich Cordes - Bass: Timothy Sharp.
Karten von 8,– bis 20,– € sind bei den Tourist-Infos Mitte und Fischereihafen, dem City-Hotel, Schillerstr. 1, der Buchhandlung Hübener (An der Mühle 34, 0471-32145) sowie im Internet unter: www.kreiskantorat-bremerhaven.de/konzerte/karten erhältlich. Karten gibt es auch an der Abendkasse.
Le Laudi di San Francesco d’Assisi (kurz auch „Le Laudi“) ist der Titel eines Oratoriums des Schweizer Komponisten Hermann Suter (1870–1926), das 1924 in Basel unter Suters Leitung uraufgeführt wurde. Das Werk zählt zu Suters wichtigsten Werken und wird insbesondere in seiner Heimat regelmäßig aufgeführt. Besonders ist die eigenständige Kinderchorstimme, die für die Kinder- und Jugendchöre der Christuskirche eine große Herausforderung darstellen.
Das Oratorium Le Laudi di San Francesco d’Assisi komponierte Hermann Suter anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Basler Gesangvereins, dem das Werk auch gewidmet ist. Die italienische Textgrundlage bildet der Cantico del Sole (Sonnengesang) des Franz von Assisi.
Suter nutzte eine farbenreiche Palette musikalischer Mittel, die von der Gregorianik bis zum Impressionismus reicht und auch tonmalerische Elemente einschließt (das Funkeln der Gestirne im 2. Satz, das Brausen des Windes im 3. Satz, das Gluckern des Wassers im 4. Satz und das Lodern des Feuers und Stieben der Funken im 5. Satz).
Der im Fricktal aufgewachsene Komponist, Dirigent und Organist Hermann Suter studierte an den Konservatorien von Stuttgart und Leipzig. 1892 liess er sich in Zürich nieder, war dort als Organist tätig und leitete verschiedene Chöre. 1902 fand Suter seinen endgültigen Wirkungskreis in Basel, wo er gleichzeitig Dirigent der Allgemeinen Musikgesellschaft, der Liedertafel und des Basler Gesangvereins wurde, den er bis 1924 leitete. Suter starb 1926 in Basel.
Eva Schad, Evangelische Stadtkantorei Bremerhaven