Zum dritten Mal nach 2023 und 2024 findet in Sandbostel am Sonntag, den 15. Juni von 15 Uhr bis 20 Uhr das FriedensFestival statt. Acht Bands und Singer-Songwriter aus der Region und darüber hinaus treten auf und wollen Frieden und Demokratie mit ihrer Musik „auf laut“ stellen.
Veranstaltungsort ist das Gelände der Gedenkstätte Lager Sandbostel, das ehemalige Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Stalag X B. Gespielt wird auf zwei Bühnen: in der Lagerkirche Sandbostel und in der historischen Lagerküche direkt gegenüber. Zwischen den beiden Bühnenorten gibt es Platz für Begegnungen und Gespräche sowie kulinarische Angebote aus der Region. Das Line-Up verspricht verschiedene Stile für ein generationsübergreifendes Publikum, eigene Texte, authentische Musik, laute und leise Töne und die alte John-Lennon-Botschaft: „Give peace a chance!“. Anlass des Festivals ist in diesem Jahr u.a. der 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus sowie der 80. Jahrestag der Befreiung so vieler KZ- und Kriegsgefangenenlager.
Veranstaltet wird das FriedensFestival von der kirchlichen Friedens- und Gedenkstättenarbeit im Kirchenkreis Bremervörde-Zeven in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel, dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und der Firma AW Veranstaltungsservice.
„Wir nutzen die Kultur als Brücke, um Menschen aus unterschiedlichen Milieus und Hintergründen anzusprechen und ihnen an einem besonderen Ort Räume der Begegnung, des Austausches und des Netzwerkens zu bieten“, so Michael Freitag-Parey, Friedenspädagoge an der Gedenkstätte und einer der Initiatoren. „In einer Zeit, die viele Menschen verängstigt und irritiert, wollen wir Orientierung und Haltung anbieten. Mit unseren Impulsen stärken und schützen wir die Demokratie, füllen sie mit Leben.“ Mit seiner Geschichte sei gerade dieser Ort eine Mahnung für eine demokratische Zivilgesellschaft. „Genau hier wollen wir Menschen mit Musik zusammenbringen, vernetzen und so Resonanzräume schaffen.“
Das Festival ist ein Happening mit unterschiedlichen Musikstilen, kulinarischen Angeboten, heißen und kalten Getränken, verschiedenen Ausstellungen zur Geschichte des historischen Ortes, Interaktionen und ebenso einem kurzweiligen Angebot für Kinder.
Der Eintritt ist frei. Während des Festivals wird um Spenden für die friedenspädagogische Arbeit der Gedenkstätte Lager Sandbostel und des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven gebeten.
Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade